Rehabilitationsprogramm

1.- Entgiftung:

Die Entgiftungsphase macht normalerweise einen stationären Krankenhausaufenthalt erforderlich, der in der CLINICA JUANEDA stattfindet.

Die Aufenthaltsdauer hängt von der Schwere der Entzugserscheinungen des Patienten ab (3 – 7 Tage). In dieser Zeit dieser einer intensiven ärztlichen Behandlung unterzogen, die dazu dient, das Abstinenzsyndrom zu verringern und eventuelle schwerwiegende klinische Konsequenzen zu auszuschliessen.

Die Klinik beschäftigt mehrere deutsche Dolmetscher, die ihnen bei der administrativen Abwicklung  einer stationären Behandlung behilflich sind. Der Patient wird in einem Einzelzimmer untergebracht und es besteht die Möglichkeit, eine Begleitperson mitzubringen.

2.- Entwöhnung:

Diese Behandlungsphase wird ausschliesslich ambulant durchgeführt; der Patient erhält Psychopharmaka, um das CRAVING (das Verlangen, Alkohol zu konsumieren) zu verringern. Gleichzeitig wird er einer Psychotherapie unterzogen, um zu lernen, ein Leben ohne Alkohol zu führen.

Bei der verwendeten Psychotherapie handelt es sich um die “Motivations-Therapie”, die modernste und wirkungsvollste psychologische Technik zur Behandlung von Abhängigkeiten. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichenen Verfahren in diesem Bereich wird beim MI explizit auf ein konfrontatives Vorgehen verzichtet.

Die Behandlung umfasst nicht nur das Alkoholproblem; der Patient lernt auch, seine niedrige Frustrationstoleranzschwelle und seine Schuldgefühle zu kontrollieren sowie persönliche Krisen zu meistern. Er wendet Techniken der Selbstverstärkung durch graduelle Erfolge an und lernt auch, Risikosituationen zu identifizieren, die einen Rückfall in die Sucht bewirken könnten sowie mit ihnen umzugehen.

3.- Kontroll- und Nachbehandlung:

Nach 6 Monaten Abstinenz finden die ambulanten Arztbesuche, die aus ärztlicher Kontrolle und psychologischer Supervision bestehen, in längeren Abständen statt.

Unterstützend können Medikamente eingesetzt werden. Sie sollen das Verlangen nach Alkohol mindern (Acamprosat, Naltrexon, Gabapentin..etc) beziehungsweise bei Alkoholkonsum unangenehme körperliche Reaktionen auslösen (Disulfiram).

Solche Medikamente können Beratung und Therapie jedoch keinesfalls ersetzen, sondern diese lediglich ergänzen.